HNO für Kinder

Leistungen · HNO für Kinder

Kinder sind bei uns immer willkommen.

Wir geben unser Bestes, Kindern und Eltern die Angst zu nehmen. Und wir bemühen uns, dass jedes Kind mit einem Lächeln aus der Praxis geht und sich seine Belohnung abholt. Das gelingt fast immer.

Kleinkind auf dem Schoß der Mutter bei der HNO-Untersuchung

Von der Bügelperle bis zur Mandel

Womit Kinder zu uns kommen.

Wir behandeln Kinder in der Regel ab einem Alter von zwölf Monaten. Jüngere Kinder sind bei ihrem Kinderarzt meist gut aufgehoben. Ausnahmen gibt es aber oft, am Ende entscheidet der Einzelfall.

  • Fremdkörper in der Nase, gar nicht so selten. Der Klassiker: die Bügelperle.
  • Mittelohrentzündungen und Paukenergüsse
  • Wiederkehrende Mandelentzündungen
  • Vergrößerte Lymphknoten am Hals, die nicht wieder abschwellen
Bunte Bügelperlen

Polypen, Mundatmung, Paukenerguss

Wenn die Nase zu ist und das Ohr nicht mehr richtig hört.

Eine behinderte Nasenatmung geht bei Kindern oft mit einem Paukenerguss einher, besonders im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Das hat zwei Gründe, die eng zusammenhängen.

Schnitt durch den Kopf eines Kindes: vergrößerte Rachenmandel verlegt den Nasenrachen und den Eingang der Ohrtrompete, Mundatmung; daneben vergrößert das Mittelohr mit Paukenerguss

Die Rachenmandel

Die vergrößerte Rachenmandel, im Volksmund „Polypen“, kann den engen Raum hinter der Nase vollständig ausfüllen. Sie behindert dann nicht nur die Nasenatmung, sondern auch die Belüftung des Mittelohrs.

Die Ohrtrompete

Die Verbindung zwischen Nasenrachen und Mittelohr verläuft bei kleinen Kindern noch kurz und gerade, und ihr Eingang liegt direkt neben der Rachenmandel. Ist er verlegt, fehlen Luftaustausch und Druckausgleich. Die Schleimhaut im Mittelohr verändert sich und bildet vermehrt Sekret: Der Paukenerguss entsteht.

Ein Zustand, den man so nicht lassen sollte

So entsteht das typische Bild: verstopfte Nase, ständige Mundatmung und eine Hörminderung durch den Erguss. Beides hat Folgen für die Entwicklung.

  • Die dauerhafte Mundatmung kann die Entwicklung des Kiefers stören.
  • Die Hörminderung kann die Sprachentwicklung verzögern.

Behandlung

Zuerst konservativ

Nasenspray und Nasenballon

Ein niedrig dosiertes kortisonhaltiges Nasenspray kann die Schleimhaut abschwellen lassen. Ergänzend trainiert Ihr Kind mit einem speziellen Nasenballon die Belüftung des Mittelohrs. Das ist spielerisch und macht vielen Kindern Spaß.

Wenn es nicht besser wird

Kleiner Eingriff in der Klinik

Zeigt sich im Verlauf keine Besserung, lässt sich eine Operation in einer HNO-Klinik manchmal nicht vermeiden. Dabei wird die Rachenmandel entfernt und der Erguss abgesaugt. Bei Bedarf wird ein winziges Röhrchen aus Titan oder Silikon in das Trommelfell eingesetzt, das die Belüftung vorübergehend sichert.

Schnarchen und Atempausen

Auch Kinder können eine Schlafapnoe haben.

Große Gaumen- und Rachenmandeln können die Atemwege im Schlaf so stark einengen, dass es zu Atempausen kommt. Das wirkt sich auf Tagesverfassung, Konzentration und Entwicklung aus. Eine Schlafmessung ist auch bei Kindern zu Hause möglich.

Mehr zur Schlafapnoe bei Kindern →
Hausstaubmilbe auf Textilfasern, stark vergrößert

Allergien bei Kindern

Dauerschnupfen kann auch eine Allergie sein.

Ist die Nase ständig verstopft oder läuft sie immer wieder, sollte man auch an eine Allergie denken, besonders wenn Eltern oder Geschwister bereits betroffen sind. Häufige Auslöser sind Hausstaubmilben und Pollen.

Hauttest

Den Pricktest führen wir in der Regel ab dem Schulalter durch.

Bluttest

Bei jüngeren Kindern ist eine Blutuntersuchung möglich, als Test auf einzelne Allergene oder, aussagekräftiger, als ALEX³-Test in unserem Labor. Wie die Blutentnahme für Ihr Kind am angenehmsten gelingt, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen.

Behandlung

Gegen Gräser- und Baumpollen sowie Hausstaubmilben sind Allergietabletten zur Hyposensibilisierung inzwischen ab fünf Jahren zugelassen. Für Kinder ist das eine gute Option, ganz ohne Spritzen.

Mehr zur Hyposensibilisierung →

Neugeborenen-Hörscreening

Der erste Hörtest.

Wurde das Hörscreening in der Geburtsklinik nicht durchgeführt, holen wir es gerne nach und tragen das Ergebnis ins gelbe U-Heft ein. Die Messung ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten, am besten während Ihr Baby schläft.

Dabei messen wir die sogenannten otoakustischen Emissionen. Das sind feine Signale, die entstehen, wenn sich die äußeren Haarzellen im Innenohr blitzschnell zusammenziehen und wieder strecken, um leise Töne zu verstärken. Ein kleiner Stöpsel im Gehörgang fängt sie auf. Sind sie nachweisbar, ist eine bedeutsame Schwerhörigkeit des Innenohrs sehr unwahrscheinlich.

Wichtig: Wir bieten das Screening nur als Erstuntersuchung an. War der Befund in der Geburtsklinik bereits auffällig, ist zur Kontrolle eine andere Messung nötig, die Hirnstammaudiometrie (AABR). Dafür verweisen wir Sie an eine spezialisierte Stelle.

Schlafendes Baby bei der Messung otoakustischer Emissionen, daneben schematisch das Innenohr mit Haarzellen

Termin für Ihr Kind

Bringen Sie zum Termin gerne das gelbe U-Heft und, falls vorhanden, frühere Befunde mit.

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