Tumornachsorge

Leistungen · Tumornachsorge

Tumornachsorge und Früherkennung.

Kein angenehmes Thema, aber ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir begleiten Patientinnen und Patienten nach einer Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich, und wir untersuchen gründlich, wenn Beschwerden auf eine solche Erkrankung hindeuten könnten.

Ultraschalluntersuchung des Halses

Häufigkeit

Einzeln selten, zusammen nicht.

Krebs der Zunge, des Rachens oder des Kehlkopfs ist jeweils für sich genommen eher selten. Zusammengerechnet erkranken in Deutschland aber jedes Jahr rund 16.000 Menschen an einem Tumor in Mundhöhle, Rachen oder Kehlkopf, Männer etwa doppelt so häufig wie Frauen. Bei Männern ist das ungefähr jede 25. Krebserkrankung.

rund 12.900Neuerkrankungen pro Jahr in Mundhöhle und Rachen
rund 3.200Neuerkrankungen pro Jahr am Kehlkopf
5 Jahreengmaschige Nachsorge nach der Behandlung

Quelle: Robert Koch-Institut, Krebs in Deutschland 2025 (Daten für 2023)

Nachsorge

Gemeinsam mit Ihrer Klinik, mit Sorgfalt.

Nach einer Operation oder Bestrahlung ist über mindestens fünf Jahre eine engmaschige Nachsorge nötig. Kliniken und niedergelassene HNO-Ärzte teilen sich diese Aufgabe in der Regel. Ziel ist, ein Wiederauftreten des Tumors oder eine neue Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen.

Bei jedem Termin untersuchen wir Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf gründlich mit dem Endoskop und tasten und schallen den Hals. Ergänzend sind in regelmäßigen Abständen CT- oder MRT-Untersuchungen nötig, die wir mit Ihnen planen.

Bedienung des Ultraschallgeräts in der Praxis

Wie oft untersucht wird

  1. 1. und 2. Jahralle 3 Monate
  2. 3. bis 5. Jahralle 6 Monate
  3. ab dem 6. Jahrjährlich

Der genaue Rhythmus richtet sich nach Tumorart, Behandlung und Ihrem individuellen Verlauf.

Zigarette im Aschenbecher neben einem halbleeren Bierglas

Risikofaktoren

Rauchen und Alkohol stehen an erster Stelle.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind Zigarettenrauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum. Kommt beides zusammen, steigt das Risiko nicht nur an, es vervielfacht sich.

Humane Papillomviren (HPV)

HPV-Infektionen, vor allem mit dem Typ HPV 16, verursachen einen wachsenden Anteil der Tumoren im Mundrachen, also an Gaumenmandeln und Zungengrund. Betroffen sind oft auch Menschen, die nie geraucht haben. Die HPV-Impfung im Kindes- und Jugendalter, für Mädchen und Jungen, kann diesen Tumoren vorbeugen.

Berufliche Belastungen

Wer jahrelang Holzstaub eingeatmet hat, vor allem von Eiche und Buche, etwa als Schreiner oder Tischler, hat ein erhöhtes Risiko für Tumoren der Nase und der Nasennebenhöhlen. Auch bestimmte Metall- und Chemikalienstäube sowie Asbest zählen zu den beruflichen Risiken. Tumoren durch Holzstaub sind als Berufskrankheit anerkannt.

Vorsorge ohne Beschwerden

Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, aber keine Beschwerden haben, bieten wir Ihnen gerne eine Vorsorgeuntersuchung an. Bestehen bereits Beschwerden, ist eine gründliche Untersuchung selbstverständlich.

Warnzeichen

Diese Beschwerden sollten Sie nie ignorieren.

Halten sie länger als drei Wochen an, lassen Sie sie bitte ärztlich abklären.

  • Schluckbeschwerden beim Essen, wenn die Nahrung schlechter rutscht
  • anhaltende Heiserkeit
  • ein neu getasteter Knoten am Hals
  • eine Wunde im Mund, die nicht abheilt
  • einseitige Ohrenschmerzen ohne Befund am Ohr
  • eine einseitig verstopfte Nase oder wiederholtes Nasenbluten

Kloßgefühl im Hals?

Ein Fremdkörper- oder Kloßgefühl, das nicht beim Essen auftritt, sondern eher dazwischen, hat meist eine vergleichsweise harmlose Ursache: Verspannungen der Halsmuskulatur, ein Rückfluss von Magensäure oder eine Vergrößerung oder Entzündung der Schilddrüse. Mediziner sprechen vom Globusgefühl. Abklären sollte man es trotzdem immer, mit einer Spiegelung und gegebenenfalls einem Ultraschall des Halses.

Nachsorge oder Abklärung

Bringen Sie zum ersten Termin bitte Ihre Klinikberichte und, falls vorhanden, die letzten Bildbefunde mit.

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